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By Anne Juhasz

Im Mittelpunkt des Buches stehen Biographien von Jugendlichen ausländischer Herkunft in der Schweiz. Die Auswertung der erzählten Lebensgeschichten zeigt, dass insbesondere das Erlangen einer höheren Stellung im sozialen Raum, aber auch die Suche nach Zugehörigkeit und Anerkennung sowie Erfahrungen von sozialem Ausschluss und Diskriminierung wichtige Themen in den Biographien der zweiten iteration darstellen. Erkennbar wird ein komplexes Ineinandergreifen von sozialen Aufstiegs- und Ausschlussprozessen, das sich je nach sozialem Ort, an dem sich die Jugendlichen befinden, anders gestaltet. Die Analysen der erzählten Lebensgeschichten machen deutlich, wie und durch welche Mechanismen soziale Positionen erlangt, zugeteilt und reproduziert werden. Damit rücken die Fragen ins Zentrum, wie sich "Klasse" und "nationale Herkunft" als Kategorien sozialer Ungleichheit im biographischen Verlauf verschränken und in welchem Verhältnis individuelles Handeln und strukturell bestimmte Möglichkeiten zueinander stehen.

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Es wird Inhalt unserer Ausfiihrungen sein aufzuzeigen, wie die okonomisch vermittelte und insbesondere die migrationsspezifische Ungleichheitsdimension je nach theoretischem Diskurs unterschiedlich konzipiert und entsprechend auch begrifflich anders gefasst sind. Sind es bei der vertikalen Ungleichheit die Konzepte Schicht und Klasse, die je andere theoretische Schwerpunkte setzen, so verweist die Kategorie der national en Herkunft auf eine Vieifait von Ungleichheitskriterien und -mechanismen im Zusammenhang mit der auslandischen Herkunft einer Person, die es darzulegen und zu diskutieren gilt.

16 Vgl. dazu Vermeulen (2000:9). 45 Migrantinnen nur noch selten thematisiert oder auf ihren pragenden Einfluss auf die Lebensbedingungen hin untersucht worden ist. Dass FremdarbeiterInnen im Einwanderungsland die unsichersten und unqualifiziertesten Arbeiten ausflihren, diese Beobachtung findet sich in der 1973 erschienenen Arbeit "Zur Soziologie des Fremdarbeiterproblems" von HoffmannNowotny wieder, diesmal allerdings nicht in Verbindung mit klassenkampferischen Interessen, sondern im Hinblick auf eine schichtungstheoretische Perspektive.

Dieser auf soziale Ungleiehheit fokussierte Streifzug dureh die Migrationsforsehung solI zum einen aufzeigen, inwiefern die Thematisierung von sozialer Ungleiehheit in diesem Diskurs Sehwaehen und LUcken aufweist. Zum anderen geht es in den folgenden Absehnitten aber aueh darum, Themen zu diskutieren, die fUr die vorliegende Thematik als wiehtig erseheinen und die in den Analysen nieht unberUeksiehtigt bleiben sollen. Friihe klassenanalytische Ansiitze und das Konzept der Unterschichtung In seinem 1990 ersehienenen Uberbliek Uber die deutsehspraehige Migrationsforsehung identifiziert Berger die imperialismuskritische Theoriebildung als deren erstes wiehtiges Paradigma.

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